Mariengrotte Mackenrode

Mariengrotte Mackenrode

NIKON Z 7 / f/5.6 / 1/250sec / ISO-1250 / 17mm

Mariengrotte Mackenrode

Diese Grotte liegt am Eingang des Wiesentals in der reizvollen, hügeligen Landschaft, die man wegen ihrer Schönheit oft als „Eichsfeldische Schweiz“ bezeichnet. Sie gehört zu den bedeutendsten religiösen und kulturellen Zeitzeugen des Dorfes und ist eingebettet in einen Freilandkreuzweg durch den Hegeholz‑Wald, der seit Generationen von Pilgern und Wanderern gleichermaßen geschätzt wird. Die Entstehung der Mariengrotte ist eng verbunden mit dem Geist des Wiederaufbaus und der Hoffnung nach den schweren Jahren des Zweiten Weltkriegs. In der ersten Hälfte der 1950er Jahre kam Pfarrer Albin Metze in seine neue Gemeinde Mackenrode; im Jahr des marianischen Jubiläums 1954 – hundert Jahre nach der Definition des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis – reifte in ihm die Idee, an dieser Stelle im Wald eine Grotte zu errichten, die der Gottesmutter Maria gewidmet sein sollte.
Was vielen heute kaum mehr vorstellbar ist: Der Bau begann mitten im schwersten Winter, am 25. Januar 1954, bei bis zu −18 °C. Viele Frauen und Männer aus dem Dorf – vor allem ältere Mitbürger, die sich frei machen konnten – halfen unermüdlich dabei, die harte, gefrorene Erde mit Hacke und Spaten zu bearbeiten. Man brachte Sprengstoff zum Einsatz, um Felsen und Baumstämme aus dem Weg zu räumen, errichtete Mauern aus 120 Zentner Zement und nutzte heimische Sandsteine aus dem Steinbruch von Lenterode für Stufen, Altarstein und Sockel. Die Marienstatue selbst wurde in der Werkstätte für kirchliche Kunst Josef Stützer in Heiligenstadt gefertigt, das Holz stammt von einer Linde aus Vatterode.

  • Mackenrode

Aufnahmeort

  • Sommer

Jahreszeit

Stativ, Kugelkopf

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